Shaolin
Wahnam - die Geschichte
Das erste Shaolin Kloster wurde ca. 495 n.Chr.
auf Befehl des Kaisers Xiao Wen Di in der Provinz Henan im Norden
Chinas erbaut. Von seiner Erbauung bis zum Ende des imperialistischen
Chinas, (mit Ausnahme der Ming-Dynastie) war er der imperialistische
Tempel, wo die Kaiser für die Gesundheit und den Wohlstand des
Reiches beteten. Bis 527 n.Chr. lehrte der indische Mönch Batuo,
Theravada Buddhismus im Kloster. Dann kam der Würdige Bodhidharma
(Damo) nach China.
Er war ein indischer Prinz, der sein luxuriöses Leben aufgab,
um buddhistischer Mönch zu werden. Er wurde nach China geschickt
um Ch'an (oder Zen) Buddhismus zu verbreiten. Nach einem Gespräch
mit dem Kaiser reiste Bodhidharma nach Shaolin. Dort entdeckte er,
dass die Mönche so geschwächt waren, dass sie während
dem Meditieren oft einschliefen und dazu noch ungesund waren. Um die
Mönche auf längeres Meditieren sowie ihre anderen Aufgaben
vorzubereiten, lehrte er 2 Sätze Übungen: die "18 Lohan
Hände" und die "Sehnen Metamorphose". Aus diesen
wurden Shaolin Kung Fu sowie Shaolin Qi Gong entwickelt. |
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Da das Shaolin Kloster auch der Tempel der
Kaiser war, haben sich viele der grössten und einflussreichsten
Bürger Chinas in ihrem Ruhestand dort niedergelassen. Zu dieser
Gruppe gehörten u.a. die grössten Generäle, Dichter,
Künstler sowie Mitglieder der kaiserlichen Familie und andere
Adelige. Das Ergebnis war eine Konzentration der Elite der chinesischen
Gesellschaft während eintausend Jahren im Shaolin Kloster, wo
diese hohen Personen für spirituelle Kultivierung übten.
Mit der Zeit haben die Generäle die 18 Shaolin Lohan Hände
modifiziert und den Prototyp des Shaolin Kung Fus entwickelt. Fälschlicherweise
denken viele, dass der Ursprung aller Kung Fu in Shaolin war. Shaolin
Kung Fu war das erste institutionalisierte Kampfkunst-System. Die
Shaolin Künste, die wir erben, wurden während 1500 Jahren
entwickelt und verfeinert.
Während der Ming-Dynastie (1368 - 1644) wurde ein zweites Shaolin-Kloster
in der Provinz Fukien im Süden Chinas erbaut. Und zwar weil die
Hauptstadt der Ming-Dynastie (Nanjing) im Süden Chinas war und
nicht im Norden, dessen Hauptstadt Peking ist. Dieser zweite Tempel
wurde auch auf Befehl des Kaisers erbaut. Es wird gesagt, dass Shaolin
Kung Fu und Qi Gong bereits früh in der Ching-Dynastie (1644
- 1911) nicht mehr im nördlichen Shaolin Kloster praktiziert
wurden. Die Ching waren Eindringlinge aus Manchurien und haben anfangs
nur Nordchina besetzt. Erst später haben sie Südchina erobert.
Auch nach der Eroberung Südchinas florierte der Shaolin Tempel
in Fukien. Aber er wurde vermehrt zum Zentrum von revolutionären
Aktivitäten. Viele der Anhänger ausserhalb des Ordens waren
Mitglieder von Organisationen, welche die Ming-Dynastie wiederherstellen
und die Ching's vertreiben wollten. Der Ching Kaiser nahm es auf sich,
die Geheimnisse der Shaolin zu lernen. Danach und mit der Unterstützung
der kaiserlichen Truppen und Lama Kampfmönchen aus Tibet hat
er das Kloster niedergebrannt.
Viele der Mönche kamen ums Leben, aber einige Anhänger -
Mönche wie auch andere - konnten entkommen. Einer dieser Mönche
war der Würdige Jiang Nan. Er fand Sicherheit an der Grenze zwischen
Malaysia und Thailand. Während den nächsten 50 Jahren hatte
er ein einziges Ziel, die traditionellen Shaolin Künste einem
würdigen Nachfolger weiterzugeben. In seinem 80. Lebensjahr begegnete
dem Würdigen Jiang Nan ein reisender Mediziner namens Yang Fatt
Khuen. Er gewann die Aufmerksamkeit des Publikums mit seinen Kung
Fu Demonstrationen. Er war ein ausgezeichneter Kampfkünstler,
der sein Können gegen siamesische Boxer öfters unter Beweis
stellen musste.
Nach der Demonstration des jungen Mannes sprach der Würdige Jiang
Nan (der wie ein normaler alter Mann aussah) mit ihm und erklärte,
dass Kung Fu "blumige Fäuste und beschmückte Fusstritte"
sei. Yang Fatt Khuen war beleidigt und entsetzt. Aber der alte Mann
sagte, sie sollten freundschaftlich zusammen kämpfen, um es zu
beweisen. Der 80 Jährige konnte Yang Fatt Khuen wie ein Kind
besiegen. Nach Annahme seiner Entschuldigung, akzeptierte der Würdige
Jiang Nan, Yang Fatt Khuen als seinen Studenten und später ernannte
er ihn zu seinem Nachfolger.
Viele Jahre später akzeptierte Yang Fatt Khuen, der bereits über
60 Jahre alt war, einen Studenten namens Ho Fatt Nam. Ho Fatt Nam
war bereits Meister von 7 Kampfkunst-Stilen und ein professioneller
siamesischer Boxer. Eigentlich wollte er Shaolin Künste lernen,
um sein siamesisches Boxen zu verbessern. Bald aber bemerkte er die
Tiefe und Breite dieser Künste und konzentrierte sich nur noch
auf die Shaolin Künste. Später wurde Ho Fatt Nam zum Nachfolger
Yang Fatt Khuens ernannt.
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Wie auch die früheren Meister wählte
Ho Fatt Nam einen Nachfolger, den er trainierte und an welchen er
die Shaolin Künste weitergab. Wong Kiew Kit hat Shaolin Künste
bereits unter seinem ersten Meister Lai Chin Wah trainiert. Lai Chin
Wah's Linie kam vom zweiten südlichen Shaolin Kloster, der vom
Würdigen Chee Seen - der auch vom ersten südlichen Tempel
fliehen konnte - erbaut wurde. Dieser zweite kleinere Tempel wurde
auch in der Provinz Fukien erbaut in den "Neun Lotus Bergen".
Die bekannten Stile der "5 Vorfahren" (Hung, Mok, Choy,
Liu und Li) stammen aus dieser Linie.
Die Stile aus diesem zweiten Tempel im Süden sind eher "hart"
und "extern" gegenüber den relativ "weichen"
und "inneren" Künsten, welche der Würdige Jiang
Nan weitergab. Die Ziele der beiden Linien waren auch unterschiedlich:
eines war die Ausbildung von Revolutionären zu Kämpfern
in kurzer Zeit, eines war mehr holistisch.
Das Shaolin Wahnam Institut wurde gegründet, um die traditionellen
Shaolin Künste weiterzugeben und in der Hoffnung, dass die Künste
auch für weitere Generationen erhalten bleiben. |
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