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Die
richtige Einstellung für das beste Lernen

Ein altes Foto des Grossmeisters (in seiner
Jugend). Er führt ein Hoong Ka Kung Fu Set vor während
sein Meister, Sifu Lai Chin Wah (anders bekannt als Onkel Gerechtigkeit
- hinten im weißen T-Shirt) zuschaut.
Eine Kunst wird am besten in seiner Kultur erlernt. Ein bemerkenswerter
Unterschied zwischen der Kultur des Ostens und des Westens ist der
Respekt, der einem Meister gezeigt wird. In dieser Beziehung habe
ich wenig zu reklamieren, weil meine Schüler, vom Osten und
vom Westen, im Allgemeinen mir viel Respekt zeigen. Aber ich habe
viele östliche Meister kennen gelernt, die vom Mangel an Respekt,
teilweise sogar die völlige Respektlosigkeit, berichteten.
Häufig ist den fehlenden Respekt wegen der Unwissenheit der
westlichen Schüler betreffend östlichen Sitten. Er ist
nicht absichtliche Unhöflichkeit für den östlichen
Qi Gong oder Kung Fu (einschließlich Taijiquan) Meister. Nachfolgend
sind einige einfache und nützliche Punkte, die östliche
wie auch westliche Schüler folgen können, um den rechtmässigen
Respekt dem Meister zu zeigen.
Den Meister richtig ansprechen
Zuerst müssen Sie Ihren Meister richtig ansprechen. Dies ist
etwas, das viele westliche Schüler nicht wissen. Ihren Meister
nie mit seinem Namen ansprechen, besonders wenn er aus einer östlichen
Kultur kommt. In einigen westlichen Gesellschaften kann es sein,
dass es als freundlich und wünschenswert gilt Ihren Älteren
oder sogar Ihren Chef mit Vornamen anzusprechen. Aber in der Qi
Gong- oder Kung Fu Kultur gilt dies als sehr unhöflich.
Es lohnt sich, daran zu denken, dass Ihr Meister nicht Ihr Gleiches
oder Gleichgestelltes ist. Ihr Meister ist mindestens ein, aber
normalerweise viele Niveaus über Ihnen. Andernfalls kann und
sollte er nicht Ihr Meister sein. Die korrekte Weise, Ihren Qi Gong-
oder Kung Fu Meister anzusprechen ist "Sifu", das in dem
kantonesischen Dialekt der chinesischen Sprache für "Meister"
verwendet wird. In Mandarin sagt man "Shifu".
In Wirklichkeit, wenn Sie ein grosser Meister mit „Sifu“
ansprechen und er beantwortet, sind Sie, nicht er, geehrt; es stellt
dar, dass er Sie als Schüler annimmt. Ich fühlte mich
immer sehr geehrt, wann ich meine Meister Lai Chin Wah und Ho Fatt
Nam "Sifu" gesagt habe, weil sie zwei der grössten
Meister, die ich gefunden habe waren.
Wenn die Familienname Ihr Meisters Chen ist, sollten Sie ihn "Sifu",
oder "Meister", wenn Sie westlich klingen möchten.
Er wird "Sifu Chen" oder "Meister Chen" von
der Öffentlichkeit genannt und nicht seinen Schüler. Wenn
Sie ihn "Sifu Chen" oder "Meister Chen" nennen,
distanzieren Sie sich von ihm.
Anstand zeigen
Ausser in Ihrer Ansprache, sollten Sie auch Anstand in Ihrem Verhalten
zeigen. Nicht z.B. ihn auf seiner Schulter klopfen oder umarmen
-- überlassen Sie das seiner Frau.
Wenn Sie vor oder nahe ihm stehen oder sitzen, halten Sie sich Senkrecht.
Sie brauchen nicht wie ein Soldat vor seinem Major zu stehen, aber
Sie sollten nicht, mit gekreuzten Arme oder den Händen in Ihren
Taschen schlampig herum stehen. Wenn Sie sitzen kreuzen Sie weder
Ihre Beine, so dass ein Fuss zu ihm zeigt noch lassen Sie Ihrer
Leistengegend offen, auch wenn er durch Ihre Hosen versteckt ist.
Es ist nur vernünftig, dass Sie zuhören sollten, wenn
Ihr Meister spricht - besonders wenn er etwas erklärt. Es ist
aber nicht selten, dass einige erwachsene Schüler (Männer
wie auch Frauen) auf dem Boden liegen, manchmal mit ihren Händen
hinter ihren Kopf, Augen geschlossen und mit ihren Beine in einer
„einladenden Position“! Dies zeigt nicht nur fehlender
Respekt zum Meister, aber einen eindeutiger Mangel an guten Mannieren
der Schüler.
Betreten und Verlassen einer Klasse
Es ist auch schlechte Mannieren für die Klasse spät zu
erscheinen. In der Vergangenheit im Osten, worden späte Schüler
nach Hause geschickt. Waren sie regelmässig zu spät müssten
sie die Klasse für immer verlassen. Die Logik ist einfach:
der Meister hat etwas von unschätzbarem Wert ist; wenn Sie
spät kommen, zeigen Sie stillschweigend, dass Sie seinen Unterricht
nicht schätzen. Wenn es einen gültigen Grund für
die Verspätung gibt, sollten Sie ihn von der Tür aus begrüssen,
ruhig aber mit Eile zu ihm gehen (warten Sie respektvoll, wenn er
in beschäftigt ist) dann, Ihren Grund erklären und sich
entschuldigen.
Andererseits sollten Sie, wenn der Meister -- sogar spät ist,
Stunden lang geduldig warten! Wenn Sie denken, dies wäre unfair,
sind Sie vermutlich nicht reif für grosse Künste. Es gibt
Geschichten über grosse Meister, die vorsätzlich spät
waren - nicht nur Stunden sondern auch Tage. Er übermittele
anschliessend seine Geheimnisse an den wenigen klugen, geduldigen
Schülern. Obwohl es heutzutage selten geschieht, zeigt es ein
grosses Verständnis von Qi Gong und Kung Fu Kultur, wenn Sie
und Ihr Mitschüler aufhören (egal was Sie machen), respektvoll
stehen, sich verbeugen und Ihren Meister Grüssen, wenn er hereinkommt.
Verlassen Sie Ihre Klasse nicht in der Mitte. Wenn Sie, aus irgendeinem
Grund, früh gehen müssen erklären Sie es vorher Ihrem
Meister und ihn höflich um seine Erlaubnis bitten. Zur festgesetzten
Zeit und bevor Sie gehen. bitten Sie erneut um seine Erlaubnis,
verbeugen sich und ihn danken. Am Ende einer Klasse, sollten die
Schüler nach dem Meister gehen, nicht vor ihm. Jedoch wenn
der Meister für längere Zeit zurück bleibt, zum Beispiel
um einige Schüler etwas zu erklären, können andere
Schüler zuerst gehen, nachdem sie zum Meister verbeugt haben.
Im Osten ist es üblich für den Lehrer als letzter anzukommen
und als erster zu gehen. Interessanterweise, ist es im Westen häufig
umgekehrt. Der Lehrer, westlich in der Kultur wenn nicht auch in
Rasse, kommt häufig als erster an, fegt den Boden und bereitet
Kekse und Getränke vor. Diese verteilt er den scherzenden und
lachenden Schülern während der Pause. Am Ende der Klasse
steht der Lehrer an der Tür, schüttelt die Hände
der Schüler und dankt ihnen für ihre Anwesenheit. Wenn
er noch Energie übrig hat, entsorgt er dann den Abfall, den
seine Schüler hinterlassen hat und kontrolliert, dass alle
gegangen sind, bevor er die Tür schließt.

Sifu Wong (in seinen vierziger Jahren) mit seinem
Meister, Sifu Ho Fatt Nam, der Nachfolger der dritten Generation
vom Shaolin Kloster
Eine Tasse Tee anbieten
In der östlichen Kultur ist es immer die Schüler, die
Getränke dem Lehrer anbieten. Wenn Sie Ihrem Meister eine Tasse
Tee anbieten, wäre es am besten mit zwei Händen. In den
östlichen Gesellschaften hat das Annehmen einer Tasse Tee und
das Trinken eine tiefere Bedeutung als bloss Durst zu löschen.
In der Vergangenheit, wenn jemand (selbst wenn er/sie Sie grosses
Unrecht getan hat ) Ihnen kniend oder mit dem Kopf am Boden klopfend
eine Tasse Tee anbot und Sie sitzend vor Zeugen, der Tee annahmen
und tranken, bedeutete es, dass Sie seine Entschuldigung annahmen
und bereit waren, dem ganzem Unrecht zu verzeihen und würde
auch in der Zukunft nichts weiteres unternehmen.
Die Schüler sollten einen Sitz dem Meister auch anbieten. Und
der gewählte Sitz ist normalerweise das Beste vorhanden. Wenn
der Meister sich nicht setzt, sollten die Schüler auch stehend
bleiben, es sei denn der Meister sie bittet sich hinzusetzen. Wenn
sie zusammen essen, würden die Schüler warten bis der
Meister angefangen hat zu essen oder zu trinken.
Nicht beleidigend sein
Wenn Ihr Meister Ihnen etwas demonstriert oder erklärt hören
Sie aufmerksam und respektvoll zu. Nicht einfach sagen, Sie wissen
bereits, was er unterrichtet, selbst wenn Sie es wirklich wissen.
In Qi Gong und in Kung Fu Kultur ist so zu tun nicht direkt zu sein
-- Sie deuten an, dass der Meister nicht weiss, was er tut.
Ich erinnere mich an einige Mal als meine Meister mir etwas beibrachten,
dass ich bereits ziemlich gut erlernt hatte. Dank meinem Training
in der östlichen Kultur, folgte ich ihre Anweisungen genau,
auch wenn sie unterhalb meines Niveaus und sehr einfach erschien.
Nur viel später stellte ich fest, hätte ich diese anscheinend
einfachen Anweisungen nicht befolgt dann hätte ich die Grundlage
für meine Vorentwicklung notwendig auch nicht erworben.
Sie sollen den fatalen Fehler nie machen der Meister zu erklären,
was oder wie man Sie unterrichten soll. Dies ist nicht nur unanständig,
sondern auch sehr dumm, denn Sie werden sich den Zweck verweigern,
warum Sie ihn benötigen. Wenn er ein Meister ist weiss er am
besten, was und wie Ihnen zu helfen, Ihre besten Resultate zu erreichen;
er ist in der Lage, Ihre Bedürfnisse und Entwicklung weit über
Ihrer begrenzten Perspektive hinaus zu sehen.
Im Interesse der Schüler
Einige Westlichen können das oben beschriebene Meister-Schüler-Verhältnis
seltsam finden. Die aus der östlichen Kultur würden finden
das Verhalten einiger westlicher Schüler unglaublich finden.
Besonders für die, die denken, dass sie den Meister ein Gefallen
tun, indem sie ihm eine Gebühr zahlen, um zu erlernen werden
noch mehr überrascht sein wenn sie wissen, dass alle diese
Sitten des Respekts für den Meister in Wirklichkeit im Interesse
der Schüler und nicht des Meisters, sind.
Jemand, der Kung Fu Tanz oder leichtes Gymnastik für das Leben
unterrichtet wird sich vermutlich mehr für Ihre Gebühren
als Ihr Respekt interessierten. Ein Meister dessen Kunst Ihnen gute
Gesundheit, Vitalität, Geistesfrische und geistige Freude gibt,
interessiert sich wirklich nicht, ob Sie ihn oder Ihren Hund mehr
respektieren. Aber jene Schüler, die den wundervollen Nutzen
des echten Kung Fu und Qi Gong erfahren hat versteht, dass der Respekt
der zum Meister gegeben wird nicht nur ein aufrichtiges Zeichen
der Dankbarkeit zum Meister für das Teilen seiner Kunst ist,
sondern kreiert auch einen idealen psychologischen Zustand für
das Training.
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